Detail
01/06/2021

Die Immobilienbranche von der WirtschaftsWoche ausgezeichnet

Im Interview mit der Expertin im Bau- und Immobiliensektor, Sahar Faraji, die diesen Bereich bei der auf Executive Search spezialisierten Hager Unternehmensberatung betreut.

Die Immobilienbranche von der WirtschaftsWoche ausgezeichnet

Seit Sommer 2020 verantwortet Sahar Faraji den Bau- und Immobiliensektor bei der auf Executive Search spezialisierten Hager Unternehmensberatung. Im Dezember 2020 hat die WirtschaftsWoche in ihrer breit angelegten, exklusiven Studie die Hager Unternehmensberatung zum wiederholten Mal in sechs Kategorien zu den Branchen-Profis in der Personalberatung ausgezeichnet. Unter anderem auch in der Immobilienbranche.

Frau Faraji, zunächst einmal Herzlichen Glückwunsch zur aktuellen Auszeichnung in der WirtschaftsWoche zur Top-Personalberatung, die auch die Kompetenz des Bereichs widerspiegelt, den Sie betreuen.

Sie sind bereits seit vielen Jahren in der Bau- und Immobilienbranche aktiv und nun mit der Hager Unternehmensberatung ausgezeichnet worden. Wie fühlen Sie sich damit?

Sahar Faraji: „Das freut mich natürlich außerordentlich, dass die WirtschaftsWoche unsere Leistung innerhalb der Bau- und Immobilienbranche ausgezeichnet hat! Das zeigt, dass unsere Kunden zufrieden sind mit unserer Beratung und wir jedes Jahr aufs Neue wertgeschätzt werden und dieses Mal auch für die Immobilienbranche!

Selbstverständlich ist es nicht nur mein Verdienst oder der meines Teams. Die Hager Unternehmensberatung hat bereits vor der Implementierung der Business Unit Construction & Real Estate viele Kunden aus dem Bau- und Immobiliensektor betreut. Die Hager Unternehmensberatung ist federführend im Aufbau von kompletten Teams im Bereich der Digitalisierung und berät Unternehmen vollumfänglich bei der Aufstellung des Personals.

Umso mehr freut es mich, dass ich als immobilienspezifische Personalberaterin auf diese Kunden sowie auf mein eigenes Netzwerk zurückgreifen kann, um die Unternehmen in der kompletten Wertschöpfungskette einer Immobilienbranche zu beraten – von der Entwicklung über die Planung und Realisierung bis hin zur Verwaltung der Immobilie.“

Immer mehr Unternehmen in der Immobilienbranche klagen über Fachkräftemangel. Vor allem spezialisiertes Wissen für neue Arbeitswelten gibt der Markt derzeit nicht her, wie eine jüngst veröffentlichte Studie des Europäischen Bildungszentrums (EBZ) aufzeigt. Der aktuelle Arbeitsmarkt im Immobiliensektor gibt derzeit nicht ausreichend Fachkräfte her.

Wie schätzen Sie die Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Bau- und Immobilienbranche ein?

Sahar Faraji: „Der Arbeitsmarkt in der Bau- und Immobilienbranche ist sehr dynamisch. Man kann sich nicht nur hierarchisch, sondern auch fachlich stetig weiterentwickeln.

Früher konnte man als Betriebswirt, Architekt, Bauingenieur oder mit ähnlichem Abschluss in der Immobilienbranche einsteigen und sich das spezialisierte Fachwissen mit den Jahren aneignen.  Heutzutage gibt es etliche Studiengänge, die bereits junge Studierende mit Immobilienfachwissen schulen.

Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass der Arbeitsmarkt mit potenziellen Fachkräften versehen ist, jedoch die Flexibilität, einen Quereinsteiger einzustellen, massiv nachlässt. Unternehmen suchen Mitarbeitende mit fundiertem praktischen, aber auch theoretischen Fachwissen. Dies ist absolut verständlich, da sich auch die Anforderungen und Normen mit den Jahren entwickelt haben.

Das hat wiederum zur Folge, dass viele aus dem ‚Raster‘ fallen. Daher gibt es nicht ausreichend Fachkräfte und die Kandidatinnen und Kandidaten sind sehr ‚begehrt‘“.

Ergänzend wird in der oben genannten Studie erwähnt, dass in den nächsten fünf bis sieben Jahren mehr als 20 Prozent der Führungskräfte in den Ruhestand gehen werden.

Was empfehlen Sie an dieser Stelle den Immobilienunternehmen?

Sahar Faraji: „Meine Empfehlung ist ganz klar: Unternehmen müssen sich zeitig um eine Nachbesetzung kümmern - mindestens zwei Jahre vor dem Ausstieg einer Führungskraft in den Ruhestand.

Was viele Unternehmen nicht berücksichtigen, ist, dass ein Einstellungsprozess teilweise bis zu 12 Monate andauern kann, im schlimmsten Fall sogar noch länger. Man muss alle sichten, die sich bewerben, mehrere Gespräche führen und dann noch die Kündigungsfrist berücksichtigen. Hinzu kommt, dass man einige Monate zur Einarbeitung einplanen sollte. Im besten Fall erfolgt eine Einarbeitung durch die ehemalige Stelleninhaberin oder den ehemaligen Stelleninhaber, um einen reibungslosen Übergang gewährleisten zu können.“


Das Rekrutieren von qualifizierten Fach- und Führungskräften im Immobilien- und Bausektor hat sich weiter erschwert, da es kaum noch Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Markt gibt.

Sahar Faraji: „Eine Kooperation mit spezialisierten Executive Search Beratungen kann für Immobilienprofis sinnvoll sein. Nicht nur die obersten Führungsebenen, auch Fachkräfte aus der Planung, Entwicklung, Realisierung und Verwaltung einer Immobilie sowie sehr gute Nachwuchskräfte müssen heute intensiv umworben werden, wenn Immobilienfirmen sie für sich gewinnen und sie auch langfristig halten wollen.“

 

Back