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05/12/2020

Exit-Strategie nach dem Lockdown - Technology Solutions

Das Coronavirus hat viele Branchen nachhaltig verändert. Aus der Krise werden sowohl Gewinner als auch Verlierer hervorgehen: In der Tech-Industrie kann man beides erwarten. Viele Unternehmen in dieser Branche wurden mit den massiven Produktionsrückständen aus China konfrontiert.

Exit-Strategie nach dem Lockdown - Technology Solutions

Von Kevin Eckstaedt, Manager der Business Unit Technology Solutions bei der auf Executive Search spezialisierten Hager Unternehmensberatung.

Wie hat sich die Technology Solutions Branche auf das Ende der Corona-Phase vorbereitet?
Die Einschränkungen des Lockdowns werden vielfach zurückgenommen und eine neue ‚Normalität‘ geht weiter. In der Branche Technology Solutions wurden unterschiedliche Vorbereitungen getroffen, diese sind stark von der angebotenen technologischen Lösung sowie der Unternehmensgröße abhängig.

Durch die hohe Innovationskraft in diesem Sektor gibt es zahlreiche aufstrebende Unternehmen sowie Start-Ups. Im Gegensatz zu vielen großen Konzernen und DAX Unternehmen haben diese kleineren, dynamischen Tech-Unternehmen sehr agil auf die Krise reagiert. Anstatt dem Lockdown mit dem Shutdown zu begegnen und sämtliche Investitionen zu stoppen oder zu vertagen, wurde hier mit der Devise „Jetzt erst recht!“ vorangeschritten.


Damit haben diese Unternehmen eine sehr gute Position bezogen, um gestärkt aus der Krise zu kommen. Aktuell ist ein guter Zeitpunkt, um sich mit internen Themen auseinanderzusetzen. Seien es die technischen Investitionen, um eine bessere Infrastruktur zu schaffen, oder eine fundierte Analyse der Bugs der eigenen Produkte. Auch das Recruiting von neuen Mitarbeitern kann schon jetzt sinnvoll sein, um sich für die Post-Corona Zeiten bestmöglich aufzustellen.

„Natürlich wird Corona auch in der Tech-Branche Spuren hinterlassen. Die meisten Technologie-Firmen sind global aufgestellt und nicht alle benötigten Ressourcen stehen im jeweiligen Land bzw. der Region zur Verfügung. Wenn dies der Fall   ist, wird hier ein Umdenken stattfinden müssen. Unsere globalisierte Welt kann in diesen Zeiten nicht so grenzübergreifend agieren wie sonst, ergo müssen Ressourcen in allen Regionen verstärkt aufgebaut werden, um nicht potenzielles Business zu verlieren. Wichtig sind vor allem technische sowie kundennahe Schlüsselrollen, die den Umsatz auch in solchen Zeiten aufrechterhalten können“, erläutert Kevin Eckstaedt, Manager der Business Unit Technology Solutions bei der auf Executive Search spezialisierten Hager Unternehmensberatung.

Vor dem Ausbruch der Pandemie sind viele Unternehmen dem Markt förmlich hinterhergelaufen. So manche zu besetzende Vakanz oder wichtige Prozesse sowie Investitionen in Innovationen blieben auf der Strecke. Die investitionsfreudigen Unternehmen haben sich bereits während der gesamten Lockdown Phase aktiv auf die Zeit danach vorbereitet, um professioneller und mit verstärkter Manpower durchstarten zu können.

Wer zu Beginn des Exits aus dem Lockdown alles heruntergefahren hat, wird in der Anlaufphase nicht mehr schnell genug reagieren können, um dem Wettbewerb standzuhalten. Genau dieses Motto treibt Startups an, sich aktiv darauf vorzubereiten und mit der Besetzung von Schlüsselpositionen und Investitionen in Technik fortzufahren.

„Meine Empfehlung ist ganz klar: Kopf aus dem Sand ziehen und nach vorne blicken! Aktuell möchte jeder, egal ob Kunde, Zulieferer, Partner oder Mitarbeiter nach der Krise wieder auf den gleichen Stand wie vorher kommen! Diese Dynamik wird helfen, gemeinsam als Wirtschaft, sowohl national wie auch international, schnell wieder an Fahrt aufzunehmen und hart für den Status Quo zu arbeiten. Stellen Sie sich also jetzt so auf, als müssten Sie nach Corona 150 Prozent geben, denn dies wird wahrscheinlich das Minimum sein! Jede Krise bringt auch einen Aufschwung mit, so war es nach dem zweiten Weltkrieg und so wird es nach COVID-19 sein“, bekräftigt Eckstaedt.

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