Das ABC der Arbeitswelt der Zukunft

Agilität

Agilität bedeutet keine Normen. Strukturen und Prozesse werden so definiert, dass sie selbst auf unvorhersehbare Ereignisse oder neue Anforderungen kurzfristig anpassbar sind.


Bots

In der Arbeitswelt der Zukunft werden Bots zu Karrieremanagern, datenbasierte Corporate Wellness Programme zur Norm. Vielleicht können die digitalen Assistenten uns bald besser einschätzen als wir uns selbst? 


Die 6 Skills der Executives der Zukunft

  1. Diversität: Gemischte Teams führen können
  2. Likeability: Umgänglich und freundlich sein
  3. Kritisches Denkvermögen: Komplexe Zusammenhänge beurteilen können
  4. Künstliche Intelligenz: Selbstlernende Computersysteme nutzen
  5. Offen bleiben: Mehrdeutige Faktenlage aushalten
  6. Begeistern: Teams durch die eigene Haltung mitziehen

Wo wird man die Executives 2030 finden? Diese und andere Fragen werden im White Paper „Executives 2030“, dem Ergebnisbericht der Zukunftsstudie der Hager Unternehmensberatung, beantwortet. Neugierig geworden? Einen reduzierten Einblick in das White Paper erhalten Sie in unserem Quick Read zum Downloaden


Diversity

Ohne Diversität gibt es keine Digitalisierung!
Beim Thema Diversität haben wir kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem. Diverse Teams bringen mehr Innovation und bessere Antworten auf die Fragen der zukünftigen Arbeitswelt. 


Flache Hierarchien

Keine Chefetagen - eine moderne, demokratische Führungskultur ist angesagt. Dies ermöglicht eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und mit kurzen Entscheidungswegen.


Flexibilität

Die Infrastruktur ist gänzlich flexibel – Arbeitszeit, -ort und-platz werden vorher – auch sehr kurzfristig - festgelegt oder in einem Tool eingebucht. Dies ermöglicht einen agilen Arbeitseinsatz, um kurzfristig mit veränderten Situationen umzugehen.


Individualität

Selbstständigkeit ist das neue Normal. Mitarbeiter:innen legen Leistungs- und Lernziele sowie Arbeitszeiten selbstständig fest und werden in die Stragieentwicklung des Unternehmens eingebunden.


Künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag

Natürlich werden Entscheiderinnen und Entscheider 2030 digital denken. Ein Problem zu verstehen, heißt dann, es so formulieren zu können, dass Künstliche Intelligenz etwas damit anfangen kann.


Leadership in einer Human Machine World

Führung in einer „Human Machine World“ bedeutet, human-digitale Teams zu führen – mit dem Besten aus beiden Welten. Entscheider werden sich immer mehr auch digital assistieren lassen.


Likeability

Umgänglich und freundlich sein. Eine neue Souveränität ist gefragt: Mit ihr werden, künftig fachlich diverse und international besetzte Teams in abgeflachten Hierarchien zusammengehalten.


New Work

Was macht einen Job wirklich zeitgemäß? Mit New Work ist sehr viel mehr gemeint, als einfach nur alte Arbeit plus schneller Internetanschluss minus Drucker. Wo arbeite ich? Wann arbeite ich? Mit wem und wie? New Work schlägt als Antwort ein weites Feld aus Flexibilisierungen vor: Remote Work gehört natürlich dazu, genauso wie Vertrauensarbeitszeit oder Jobsharing. New Work bedeutet darüber hinaus, auch freier zu arbeiten und zu denken: über gewohnte Muster und Strukturen hinaus, in abgeflachten Hierarchien, vernetzt, global, branchenübergreifend, divers.  


Platform Economy

Menschen und ihre Interessen zu vernetzen, ist die Idee der Platform Economy. Die Digitalisierung der Lebensbereiche ermöglicht es, sie dabei immer passgenauer, schneller und vorhersehbarer zusammenzubringen: Mir wird oft nur noch das angeboten, was mich tatsächlich interessiert. Die Platform Economy ist das dominante Geschäftsmodell der digitalen Ökonomie, von Airbnb, eBay bis zu Baidu, der chinesischen Suchmaschine, von Alibaba bis zu Amazon. Auch der Stellenmarkt ist dominiert von den Matching-Algorithmen digitaler Plattformen wie LinkedIn. In Zukunft wird das immer mehr auch für das Suchen und Finden von Executives gelten. 


Privacy-by-Design

Wer bestimmt in der digitalen Welt über persönliche Daten? Die Idee von Privacy-by-Design ist, NutzerInnen das Heft in die Hand zu geben. Dabei ist der Schutz der Privatsphäre in Hard- und Software von vornherein integriert und macht nachträgliche Schutz-Maßnahmen überflüssig. NutzerInnen geben ausgewählte Daten bloß für eine bestimmte Zeit frei, wenn sie sich davon einen Vorteil erwarten. Danach gehören einem die Daten wieder ganz allein.


Professional-Life-Coaches

Das Konzept eines Professional-Life-Coaches wird mit Hilfe von Daten funktionieren. Diese Daten werden von einer App gesammelt werden, die auf den Smartphones der Zukunft vorinstalliert sein könnte. So dass man mit vielleicht 13 bis 15 Jahren beginnt, selbständig Daten über sich zu sammeln, die für das berufliche Leben relevant sind. Dieser Professional-Life-Coach wird Nachrichten senden. „Du, ich glaube es ist Zeit, dass du dich von deinem Arbeitgeber trennst und was anderes suchst. Ich sehe, dass deinen Puls zwischen 8 und 17 Uhr permanent erhöht ist, irgendwas scheint da schief zu laufen im Job.“ 


Purpose

Wofür das alles? Purpose bedeutet übersetzt Sinn und Zweck. Dass das, was man tut, tatsächlich als sinnvoll und bedeutsam erfahren wird, wird immer wichtiger. Purpose ist damit der Motor eines Unternehmens und seiner MitarbeiterInnen. Im Unterschied zu einzelnen, erreichbaren Zielen, gibt der Purpose die grundlegende Richtung eines Unternehmens vor: Warum machen wir das alles überhaupt? Was treibt uns an? Stimmt der Purpose, wird die Arbeit als persönliche Bestimmung erfahren.


Response-Ability

Zunächst mal bezeichnet Response-Ability ganz einfach die Fähigkeit (ability), Antworten (response) zu finden. Aber in Ergänzung zu rein logischem oder reflexhaftem Denken und Antworten (was im Englischen eher mit react belegt würde) erweitert Response-Ability den Suchradius durch zusätzliche Werkzeuge: Intuition, Reife, Empathie. Es geht darum, Handlungsräume zu entdecken und entscheidungsfähig zu bleiben. Sie gilt als Schlüssel für das Gefühl der Verantwortung. Dann wird Response-Ability zu responsibility.


VUCA

VUCA ist ein Kunstwort, das sich aus den Anfangsbuchstaben vier verschiedener Begriffe zusammensetzt: Volatilität, also Wechselhaftigkeit, Unsicherheit, Komplexität (im Englischen mit c) und Ambiguität, also strukturelle Mehrdeutigkeit. VUCA steckt damit die Bedingungen künftigen Arbeitens ab. Die Aufgabe für Leader besteht darin, diese wechselhafte, unsichere, komplexe und nie eindeutige VUCA-Zukunfts-Welt nicht nur Zähne knirschend zu akzeptieren, sondern sie als Spielwiese zu sehen – sie als Chance zu umarmen.