Richtig Bewerben

Richtig Bewerben - Corona-Phase zum eigenen "Bewerbungsmanagement" nutzen


Die perfekte Bewerbung gibt es nicht

Von Yvonne Klein, Expertin rund um das Thema internes Recruiting bei der Hager Unternehmensberatung

Es gibt Richtlinien und standardisierte Trends, aber letztendlich ist es wichtig, dass in der ‚perfekten‘ Bewerbung viel eigene Persönlichkeit erkennbar ist.
Dies klingt zwar einfach, ist es aber nicht. Und schnell geht eine gute Bewerbung auch nicht. In der momentanen Corona-Phase haben viele Beschäftigte mehr Zeit, sich auch mit sich selbst und der eigenen beruflichen Ausrichtung zu beschäftigen. Die Fahrt zum Büro fällt weg, in einigen Berufen hat sich das Arbeitsvolumen verringert, zudem fallen private Termine und Verpflichtungen gänzlich weg. Wer mit dem Gedanken spielt, sich beruflich zu verändern, kann diese Phase erfolgreich für sein persönliches Bewerbungsmanagement nutzen.

Bevor man seine Bewerbung entwirft, sollte man sich einen Überblick über das Unternehmen, bei dem man sich bewerben möchte, verschaffen. Sei es über den Karrierebereich auf der Website, den Karriereblog, über die Social-Media-Kanäle oder auch über Presseberichte. Was zeichnet das Unternehmen aus? Wie ist die Branche aufgestellt etc. Hierbei kann man ganz nebenbei Argumente sammeln, warum man der richtige Kandidat für die zu besetzende Position ist. Mit dem recherchierten Wissen justiert man seine persönliche Bewerbung auf das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle. Außerdem sollten die eigenen Social-Media-Kanäle, wie XING, LinkedIN, etc. aktualisiert werden. Die Recherche, die ein Bewerber über das Unternehmen vornimmt, wird im Umkehrschluss von den Recruitern auch über den Kandidaten vorgenommen.

Was macht eine gute Bewerbung sonst noch aus?

Das Anschreiben sollte individuell formuliert sein, keine Floskeln oder Worthülsen. Wichtig ist es, sich auf die Seite des Lesers zu begeben und sich die Frage zu stellen, was würde mich beim Lesen überzeugen?

Vielleicht gab es bereits einen ersten telefonischen Kontakt oder ein persönliches Gespräch im Rahmen einer Jobmesse, auf das Bezug genommen werden kann. Das Anschreiben gibt dem Recruiter Aufschluss darüber, ob er den Bewerber zu einem persönlichen Gespräch einladen möchte oder nicht. Daher sollten die drei W-Fragen einfach und deutlich lesbar sein: Warum interessiert mich der Job? Wieso ist das Unternehmen spannend für mich? Weshalb bin ich die richtige Person für die zu besetzende Position? Ebenso sollte aufgeführt sein, für welche Themen sich der Bewerber beruflich begeistert und sozusagen ‚brennt‘. Lücken müssen im Anschreiben nicht explizit erwähnt werden, diese können im persönlichen Gespräch erläutert werden.

Genauso wichtig ist ein klar formulierter und gut lesbarer Lebenslauf. Monats- und Jahreszahlen und berufliche Stationen sollten sichtbar herausgestellt werden und der Aufbau chronologisch bei der aktuellen Position beginnen.

Zentrale Aufgaben, die für die ausgeschriebene Position erforderlich sind, sollten kurz skizziert werden. Auch sind Informationen, die einen Eindruck über die Persönlichkeit geben, wichtig, da diese auf weitere Kompetenzen schließen lassen. Seien es Hobbys, Auslandsaufenthalte, ehrenamtliche Tätigkeiten, besondere IT-Kenntnisse, etc.

Sowohl beim Anschreiben als auch beim Lebenslauf ist es wichtig, Rechtschreib- und auch Formatierungsfehler zu vermeiden. Es ist ratsam, nach dem Vier-Augen-Prinzip eine neutrale Person drüber schauen zu lassen. Und – auch dies ist ganz wichtig – Bewerbungsschreiben und Lebensläufe werden im PDF-Format versandt. Auch werden sämtliche relevanten Zeugnisse unaufgefordert und lückenlos mit gesendet.

Nun gibt es noch die Frage nach dem Wie und Wann
Wie: Die meisten Unternehmen bevorzugen es, Bewerbungen online zu erhalten. Sei es per Email oder über ein auf der Website eingebundenes Bewerbermanagement-Portal.

Das Wann spielt neben dem Wie auch eine entscheidende Rolle. Bewerbungen können durchaus am Wochenende oder an Feiertagen versendet werden. Wenn ein Bewerber jedoch – ohne erkennbaren Grund, wie Zeitverschiebung - mitten in der Nacht seine Bewerbung versendet, wirft dies beim Personaler durchaus Fragen auf.

„Um direkt nach der Krise beruflich neu durchstarten zu können, ist es natürlich verlockend sich mit nur einem Klick auf zahlreiche Positionen zu bewerben. Doch empfehlenswert ist das nicht – nutzen Sie die aktuelle Phase zum Recherchieren, Vorbereiten, Formulieren und gezielten Bewerben.“ Fasst die Expertin, Yvonne Klein, zusammen.
 

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