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28.05.2019

Diversity – alle reden darüber – doch welches Unternehmen setzt es in allen Etagen um?

Von Martin Krill, Geschäftsführer der Hager Unternehmensberatung sowie improv.er für die Industry Digital & Technology

Diversity – alle reden darüber – doch welches Unternehmen setzt es in allen Etagen um?

Eigentlich zahlt sich Vielfalt aus, in vielen technisch orientierten Unternehmen ist Diversity ‚State of the Art‘. Der deutsche Arbeitsmarkt gibt vielfach nicht genügend Mitarbeiter mit den erforderlichen Skills her, so dass die Vakanzen mit ausländischen Mitarbeitern gefüllt werden. Bei den meisten Positionen in der Tech-Branche sind Fachwissen und Persönlichkeit entscheidend, um in das suchende Team oder den Fachbereich zu passen. Geschlecht, Nationalität und Hautfarbe sind hierbei egal.

Aber verhält sich das auf allen Hierarchieebenen so? Dass Frauen in Vorstandsebenen rarer sind, weiß mittlerweile jeder, der das Thema Frauenquote gehört hat. Doch dies kommt nicht immer von ungefähr. Und wie viele farbige Vorstandsvorsitzende gibt es im deutschsprachigen Raum?

Sind diese Personengruppen weniger qualifiziert, nur weil sie nicht ins gesuchte Bild der Image Broschüre passen?

Leider ist hier das Denken häufig noch stark von konservativen Wertemustern geprägt.

Auch trifft man in vielen großen deutschen Unternehmen und Konzernen immer wieder die sogenannten ‚Boy Groups‘ an, die direkt unter der Vorstandsebene angesiedelt sind und auf der Warteliste für den nächsten frei werdenden Posten sitzen. Welche Chancen bleiben hier noch für weibliche und/oder farbige Kandidaten?

Ich kann Unternehmen, die ihr Employer Branding stärken und eine positive PR hinlegen möchten, nur raten, eine wohldurchdachte Strategie im Recruiting zu fahren und nicht an alten Zöpfen oder Machenschaften festzuhalten. Letztendlich kommt alles irgendwann zum Vorschein und ein Shitstorm über unternehmerische Seilschaften schadet jeder Hochglanzbroschüre.

 

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